Kolping-Corona-Fond: Dank für über 500.000,- Euro Spenden

18. Juni 2020

Liebe Kolping-Freundin, lieber Kolping-Freund !
Corona, Covid-19, Pandemie und Lockdown sind Begriffe, die jedem von uns heute ganz selbstverständlich über die Lippen gehen. Gewöhnen kann man sich nicht an diesen globalen Ausnahmezustand. Zu viele sind bisher gestorben, Tausende haben sich nur mühsam von der Krankheit erholt und Millionen von Menschen sind um ihre Existenzgrundlage gebracht worden.
So zeitlich verschieden Corona weltweit begonnen hat, so setzt sich die Pandemie auch fort. Während manche Länder bereits in der neuen Normalität mit Abstandhalten und Restaurantbesuchen unter Hygieneauflagen angekommen sind, leiden andere Länder noch immer unter steigenden Infektionszahlen, unzureichender medizinischer Versorgung und am meisten unter wegbrechenden Einkommensmöglichkeiten.

Was in den letzten Wochen an Solidarität in und durch Kolpingsfamilien weltweit geleistet wurde, darf aber uns alle als internationale Kolpingsfamilie stolz und dankbar sein lassen. Im Kleinen wie im Großen ist KOLPING für die Menschen da. Nicht als anonymes Hilfswerk, sondern als lebendiger Verband von Menschen, die sich für andere engagieren.
Der Kolping-Corona-Fond hat vielen Aktionen noch mehr Kraft verleihen können. Dank vieler Unterstützerinnen und Unterstützern konnten bereits über 500.000 EUR binnen weniger Wochen gesammelt und zum größten Teil bereits in die Krisenregionen weitergeleitet werden. Herzlichen Dank an alle, die sich mit Zeit oder Geld in dieser Krisenzeit engagieren.
Gesundheit und guten Mut wünscht
Dr. Markus Demele Generalsekretär KOLPING INTERNATIONAL

Kolping-Dominikanische Republik: Lebensmittel-Spenden
„Wir sind gerade dabei, Lebensmittel zu kaufen und zu verpacken. Die erste Lieferung wird jetzt in der Gegend von Puerto Plata erfolgen“, schreibt die Geschäftsführerin von KOLPING in der Dominikanischen Republik, Yudy Garcia. Das Besondere: Die Lebensmittel werden in recycelten Säcken abgepackt, die wiederverwendet werden können. Zusätzlich beginnen nun drei virtuelle Ausbildungskurse in Buchhaltung, Lebensmittelverarbeitung und -konservierung.

Kolping Uganda: Saatgut und Seife in der Krise
Schon vor der Corona-Pandemie wurden viele Länder Ostafrikas von dramatischen Heuschreckenplagen heimgesucht, die Ernten vollständig vernichtet haben. In Uganda erhalten jetzt betroffene Bauern schnellstens neues Saatgut, das dann rechtzeitig zur Regenzeit in die Erde kommt. Die drohende Hungerkatastrophe kann hoffentlich noch vermieden werden. In der Region Sinigida in Tansania hilft KOLPING der Bevölkerung, Desinfektionsmittel herzustellen. „Wir haben festgestellt, dass viele Menschen keine Seife besitzen, also zeigen wir ihnen, wie man Seife herstellt“, berichtet Kolping-Mitarbeiter Richard Assey. Außerdem wird auch hier Saatgut verteilt, da in der Regenzeit Maniok und Kartoffeln angebaut werden können – Pflanzen, die schnell wachsen und geerntet werden können.