Kolping für freie Entscheidung bei Organspenden

4. April 2019

Organspenden müssen Spenden bleiben!
Kolping betont freie Entscheidung von Organspendern


Damit spricht sich das Kolpingwerk gegen den am 1. April von
Gesundheitsminister Jens Spahn vorgestellten Entwurf für die
Einführung einer doppelten Widerspruchslösung aus.

Menschenleben stehen im Zentrum der Debatte: Tausende Schwerstkranke warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Laut Bundesgesundheitsministerium stirbt alle acht Stunden ein Mensch auf der Warteliste, weil kein passendes Spenderorgan gefunden wurde. Für viele Christen ist es ein Zeichen der Nächstenliebe und gelebter Verantwortung, über den Tod hinaus darin einzuwilligen, die eigenen Organe zu spenden. Doch darf der Staat hier einen Automatismus einführen, der die autonome Entscheidung der Spender berührt?
Derzeit wird eine aktuelle Debatte darüber geführt, ob automatisch jeder Organspender wird, der einer Organspende nicht ausdrücklich widerspricht (Widerspruchslösung), oder ob man wie bislang nur dann Organspender ist, wenn man selbst oder Angehörige einer Transplantation ausdrücklich zugestimmt hat/haben.
Für das Kolpingwerk steht die Würde des Menschen vor dem Hintergrund eines christlichen Menschenbildes im Vordergrund. Vom ersten bis zum letzten Augenblick ist die Würde des Menschen zu wahren. Daraus ergibt sich ein gewichtiges Argument gegen die Widerspruchslösung.