Kolping und KAB: Feierlicher Josefstag in Abensberg

25. März 2019

 Kolping und KAB feierten den Josefitag mit Bischof Rudolf –
Gottesdienst und Festveranstaltung in Abensberg – Für Europawahl positioniert

Abensberg.
Mit einer dezentralen Veranstaltung feierten Kolping und KAB am Sonntag, 24. März 2019 in Abensberg den Josefitag. Der Hl. Josef ist der Schutzpatron der beiden katholischen Sozialverbände.  Bischof Dr. Rudolf Voderholzer fungierte als Prediger und Hauptzelebrant beim Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Barbara. Die Positionen des Kolpingwerkes für die bevorstehende Europawahl erläuterte Kolping-Diözesanvositzender Josef Sander bei der anschließenden Festveranstaltung im Pfarrsaal in Abensberg.
In einem Kirchenzug waren die Banner von Kolping und KAB zusammen mit den Ministranten und der Geistlichkeit in die Pfarrkirche eingezogen.
Mit den Worten „Schön, dass Sie da sind,“ hatte Stadtpfarrer und Dekan Georg Birner Bischof Rudolf zur Feier dieses Josefitages in Abensberg begrüßt.
Bischof Rudolf sagte in seiner Einleitung: „Es ist seit einigen Jahren ein schöner Brauch, dass die KAB und Kolping gemeinsam diesen Josefitag feiern und damit ihren Schutzpatron, den hl. Josef, in besonderer Weise ehren!“
In seiner Predigt nahm der Bischof zunächst Bezug auf die Lesung des dritten Fastensonntages, als Mose Gott nach seinen Namen fragte und zur Antwort erhielt: „Ich bin der – ich bin da!“ (2 Mose, 3,14) Weiter sprach Gott zu Mose: „So sag zu den Israeliten: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer, und so wird man mich nennen in allen Generationen.“
Aus dieser Stelle der hl. Schrift können wir ableiten, dass der Name etwas sehr Persönliches und damit ein „zweites Ich“ ist. Bei der Taufe und bei der Firmung werden wir beim Namen genannt und so feiern wir auch den Namenstag.  Dies tun auch die kirchlichen Verbände Kolping und KAB, die am Josefitag bzw. in einer Feier zum Josefitag ihren Schutzpatron, dem hl. Josef, in besonderer Weise ehren. Bis 1970, so Bischof Rudolf, war der Josefitag am 19. März ein Feiertag mit dem dieser große Mann unseres Glaubens als der Nährvater von Jesus Christus und als treuer Beistand der Gottesmutter sowie als Schutzpatron der Sozialverbände und der arbeitenden Bevölkerung gewürdigt wird. Bischof Rudolf richtete ein Vergelt‘s Gott an die Sozialverbände für ihren Einsatz in Kirche und Gesellschaft, besonders für die politischen Initiativen, die berufliche Bildungsarbeit, die Initiativen zum Zusammenfinden der Menschen und das Einbringen des christlichen Glaubens als eine gestaltende Kraft im öffentlichen Leben. Die katholischen Sozialverbände hätten zudem auch sehr viel dazu beigetragen, dass politischer Nachwuchs herangebildet worden ist und wird. Wir sind aufgerufen in die Gesellschaft auf allen Ebenen und dort wo der Herr uns hinstellt, vom Arbeitsplatz über unsere Lebenssituationen, der Wissenschaft bis hin zu den politischen Parteien, hineinzuwirken und für den christlichen Glauben einzustehen. Dazu gehört, dass wir für die Beachtung christlicher Werte in unserer Gesellschaft, in der Berufs- und Arbeitswelt eintreten sowie dafür sorgen, dass Europa seine christlichen Wurzeln nicht vergisst. Zusammen mit Dekan Georg Birner, Kolping-Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt, Kaplan Steffen Brinkmann, assistiert von Diakon Berthold Schwarzer (KAB), zelebrierte der Bischof Rudolf das Messopfer. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Abensberger Kirchenchor unter der Leitung von Johann Stangl eindrucksvoll umrahmt.  

Andacht zu ‘Ehren des hl. Josef am Ende des Gottesdienstes vor dem Josefs-Altar in der Pfarrkirche Abensberg
Diözesanvorsitzender Josef Sander bei seiner Begrüßung und seinem Impuls zur Europa-Wahl

mKolping-Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt bedankte sich beim Bischof, denn es sei wichtig, dass der christliche Glaube die Verbände präge und diese positiv hineinwirken in unsere Gesellschaft. Dazu zitierte er das Kolpingwort: „Tue jeder in seinem Kreise das Beste, dann wird’s besser aussehen in unserer Welt!“
Kolping-Diözesanvorsitzender Josef Sander aus Abensberg eröffnete dann die Veranstaltung im Pfarrsaal, wobei er die Kolpingmitglieder aus dem Bezirksverband Kelheim und die Mitglieder der KAB-Ortsgruppen aus der Umgebung nochmals herzliche begrüßte. In Absprache mit dem Diözesanbischof wird diese Veranstaltung erstmals dezentral durchgeführt und die Kolpingsfamilie Abensberg hat die Ausrichtung übernommen. Mit Stolz zeigte er dabei die Standarte der Kolpingsfamilie Abensberg aus dem Jahr 1864 und das Bild des hl. Josef zeigt. Sie wurde von Bischof Senestrey, dem damaligen Bischof von Regensburg, geweiht. Sander dankte seiner Heimat-Kolpingsfamilie mit Präses Steffen Brinkmann und dem Sprecher des Leitungsteams Rudi Tuscher für die Organisation dieser Veranstaltung.
Die Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 bezeichnete er als Schicksalswahl, da die Zukunft der Werte- und Solidargemeinschaft Europa auf dem Spiel steht. Er rief die Mitglieder zur Teilnahme an der Wahl auf. Das Kolpingwerk hat sich in dieser Angelegenheit bereits mit einigen Beschlüssen positioniert. Die EU wurde in den vergangenen Jahren durch Finanzkrisen, Wirtschaftskrisen, Terroranschläge, Flüchtlingsströme und nicht zuletzt vom “Brexit” auf harte Proben gestellt. Aber noch beunruhigender ist, dass der Einigungsprozess von Populisten und Nationalisten in einigen Mitgliedsstaaten in Frage gestellt und vehement abgelehnt wird. Für das Kolpingwerk Deutschland bleibt die Europäische Union ein Garant für Freiheit, Sicherheit und Frieden, für Stabilität und Wohlstand in Europa und das für über 500 Millionen Menschen, die in der EU leben. Die EU soll sich mit den Lösungen der großen Fragen beschäftigen, zu der auch die Schaffung einer Wirtschafts- und Währungsunion mit einem sozialen Gesicht gehören.  Sein Dank galt Bischof Rudolf für die Wertschätzung der Verbände.
Martin Haltmayer