Kolping Windischeschenbach feierte den Gedenktag – 3 Neuaufnahmen

27. November 2017

Beim Kolping-Gedenktag freute sich Vorsitzende Waltraud Schwerer über einen guten Besuch der Mitglieder im Pfarrheim. Sie konnte 6 Mitglieder ehren und 3 Neumitglieder in die Kolping-Gemeinschaft aufnehmen. Den Gottesdienst vor der Feier zelebrierte Pfarrer Präses Hubert Bartel.

Den Festvortrag hielt Diözesansekretär Ludwig Haindl zum Thema: „Kolping – eine Geschichte mit Zukunft!“. Haindl erinnerte an den Lebensweg des Gesellenvaters, der schon zu seinen Lebzeiten viele zukunftsweisende Neuansätze einbrachte. So war es damals ungewöhnlich, dass sich ein Geistlicher auch zugleich um Handwerker kümmerte, eine Zeitung herausbrachte, Gesellenhospize baute und sich wie der Arbeiterbischof Ketteler in die Soziale Frage der Zeit einmischte. Beide wurden dadurch zu Vordenkern der Soziallehre der Kirche. Kolping gründete auch lange vor Bismarck erste Sozialversicherungen, um seine Gesellen besser abzusichern. Auch das Laienengagement in Kirche und Gesellschaft war neu. Kolping wurde damit auch zum Mitbegründer des Verbandskatholizismus. Seine Ideen wirken bis heute auch international weiter.

Und so hat sich dann auch der ehemalige Gesellenverein immer wieder weiterentwickelt bis hin zum heutigen Kolpingwerk, zu einem internationalen, altersübergreifenden katholischen Sozialverband in heute über 60 Ländern der Erde. Auch der derzeit angestoßene Zukunftsprozess „Kolping-Update“ will die Mitglieder befragen und den Verband für die Zukunft ausrichten. Kolping selber hat ja immer wieder Mut gemacht und darauf hingewiesen, sich der Zukunft zu stellen, die jeweils neue Lösungen und Antworten erfordert. Sein berühmter Satz gilt bis heute:  “Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist!”

Anschließend konnte Vorsitzende Waltraud Scherer 6 treue Mitglieder ehren für 40 und sogar für 65 Jahre Mitgliedschaft und 3 Neumitglieder in die Gemeinschaft aufnehmen, darunter auch Bürgermeister Karlheinz Budnik und das Ehepaar Hilde und Heinz Rodinger. Der Bürgermeister freute sich, dass in dem 5.000 Einwohnerort in der nördlichen Oberpfalz erstmals seit Jahren wieder ein kleiner Einwohnerzuzug feststellbar ist. Auch die ehemalige kontinentale Tiefenbohrung wird nach wie vor von zahlreichen Schulklassen besucht und dient weiterhin als Messstation bei der weltweiten Erdbebenforschung.