Kolpingwerk Deutschland unterstützt den „synodalen Weg“

2. Oktober 2019

Prof. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

Professor Dr. Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), war Gast bei der diesjährigen Tagung der Sekretäre und Geschäftsführer der Diözesan- und Landesverbände / Regionen im Kolpingwerk Deutschland in Rückersbach.

Der Präsident des ZdK skizzierte die Entwicklung und den aktuellen Stand des “synodalen Weges”. In einem intensiven Austausch wurden nicht nur Sorgen und Schwierigkeiten, sondern besonders die Notwendigkeit und die Chancen des “synodalen Weges” erläutert. Zugleich gab er einen realistischen Blick in Bezug auf die Erwartungen des “synodalen Weges”. Dialog und nicht Dialogverweigerung sind Grundvoraussetzungen für das Gelingen. Dieser Dialog ist Aufgabe des gesamten Volkes Gottes.

Der “synodale Weg” gelingt nur gemeinsam mit den Gläubigen. Sie müssen teilhaben an dem lebendigen Prozess. Erfreulich ist, dass alle Texte veröffentlicht wurden und zugänglich sind. Rosalia Walter, die Geistliche Leiterin des Kolpingwerkes, betonte im Austausch mit Prof. Sternberg: “Die christliche Grundberufung ist die Taufe. Es gibt zwar verschiedene Charismen, diese sind jedoch alle gleichwertig. Die Weihe erhöht die christliche Berufung nicht.” Die Auseinandersetzung mit den Themen des “synodalen Weges” kann jeden Christen für seine Berufung stärken. Deshalb ist es sinnvoll, sich auch in den bundesweit mehr als 2.400 Kolpingsfamilien mit den Themen des “synodalen Weges” auseinanderzusetzen. Eine entsprechende Handreichung dazu ist in Vorbereitung.

Bundespräses Josef Holtkotte berichtete von seinen guten Erfahrungen von der erweiterten gemeinsamen Konferenz: “Ich erlebte dort eine hörende Kirche, Bischöfe, Priester, getaufte Männer und Frauen, die miteinander geistlich unterwegs sein wollen. Alle Themen der vier Foren konnten offen besprochen werden.”

Professor Sternberg dankte dem Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland, der sich bereits im April 2019 in einer Erklärung positiv für den “synodalen Weg” ausgesprochen und seine Bereitschaft bekundet hat, diesen zu unterstützen. Auch beim Bundeshauptausschuss vom 8. bis 10. November 2019 in Freiburg wird ein Antrag zum “synodalen Weg” durch den Bundesvorstand eingebracht.