Kolpingwerk feierte 50 Jahre Aktion Brasilien am Wallfahrtsort Aparecida

25. Juni 2018

Kolping feierte 50 Jahre Aktion Brasilien im Wallfahrtsort Aparecida do Norte

 

Bild: Kolping-Mitglieder vor der Wallfahrtskirche in Aparecida do Norte

 

 

 

Vor 50 Jahren begann mit der sog. „Aktion Brasilien“ die strukturierte Expansion der Kolpingidee von Europa aus. Angeregt durch die päpstliche Enzyklika „Populorum Progressio“ (“der Fortschritt der Völker….”) von 1967 fasste die Generalversammlung des Internationalen Kolpingwerkes 1968 in Salzburg den Beschluss sich gezielt in ärmeren Ländern zu engagieren unter dem Motto „Entwicklungshilfe durch Verbandsaufbau“. Und dieser Beschluss von Salzburg hatte Konsequenzen. Aus heutiger Sicht könnte man sogar sagen, es war ein prophetischer Beschluss. Was damals wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte, darüber kann man heute nur staunen. Nach mühsamen Beginn mit dem Aufbau des Kolpingwerkes in Brasilien,  hat sich der katholische Sozialverband heute in über 60 Ländern der Erde zu einem großen Werk ausgebreitet, von dem viele Menschen profitieren bzw. profitiert haben.

Bild: das Sportgelände der Kolpingsfamilie Sao Jose in Sao Paulo. Über 150 Kinder und Jugendliche spielen dort jede Woche Fußball, viel davon kommen aus einer angrenzenden Favela. Die KF bietet u.a. auch Alphabetisierungskurse an, Kindergartenplätze, Erziehungskurse uvm.

 

 

 

Der Beginn der Aktion Brasilien vor 50 Jahren wurde nun vom 15.-17. Juni 2018 am größten Wallfahrtsort Brasiliens, in Aparecida do Norte, mit einem Kongress gefeiert, an dem u. a. auch Kolping-Generalpräses Ottmar Dillenburg und Fachreferent Martin Rüber aus Köln teilnahmen sowie Diözesansekretär Ludwig Haindl für die Partnerdiözese Regensburg. Mit einer Bilderschau und einem Vortrag wurde an die Anfänge der Aktion erinnert. In mehreren Arbeitsgruppen wurde die Situation heute reflektiert und diskutiert. Höhepunkt war dann ein Gottesdienst in der riesigen Wallfahrtskirche von Aparecida.

 

Bild:
Kolping-Kongress “50 Jahre Aktion Brasilien”

 

 

Bild:
Kolpingsfamilie Santa Isabel in Santa Catarina

 

Im Rahmen dieses Gottesdienstes und in Anwesenheit von etwa 500 Kolpingmitgliedern aus allen Teilen Brasilien würdigte auch der Protektor des Obra Kolping do Brasil, Kardinal Odilo Scherer aus Sao Paulo, das Wirken des Verbandes. Knapp 200 Kolpingsfamilien haben sich mittlerweile fest etabliert im größten Land Lateinamerikas, mit jeweils eigenen Schwerpunkten und Projekten im Bereich der Erziehung, der Erwachsenenbildung, der Berufsausbildung, der Freizeitgestaltung oder auch in der Landwirtschaft. Die Kolpingmitglieder sind meist fest engagiert in der Pfarrei vor Ort und viele übernehmen ehrenamtliche Aufgaben in Projekten. Viele Kolpingsfamilien haben eigene kleinere oder größere Häuser, wo man sich trifft und Projekte umsetzt, vom Kindergarten bis zum Berufsbildungszentrum. Jedes Jahr profitieren über 100.000 Menschen von den Angeboten der Kolpingeinrichtungen

Bild:
Delegierte der KF Maracai beim Kongress in Aparecida

 

 

 

 

Maßgeblich mitgewirkt hat an diesem Aufbau auch der Diözesanverband Regensburg, der das Obra Kolping do Brasil seit 50 Jahren dinanziell unterstützt. Mittlerweile wurden auch über 25 Arbeitseinsätze sog. “Workcamps” von Regensburg aus durchgeführt.

Aparecida-Bilder-Infos