Kolpingwerk unterstützt den „Synodalen Weg“

14. November 2019



Der Bundeshauptausschuss des Kolpingwerkes unterstützt den „Synodalen Weg“ und ruft alle Mitglieder des Verbandes dazu auf, ihn mit ihrem Gebet zu begleiten. In einem Brief „An das pilgernde Volk in Deutschland“ hat Papst Franziskus betont, dass er den „Synodalen Weg“ der katholischen Kirche in Deutschland in der Tradition des Zweiten Vatikanischen Konzils sehe. Die Synodalität müsse alle kirchlichen Ebenen durchdringen, denn die katholische Kirche stehe vor einer Zeitenwende und einem grundlegenden Wandlungsprozess. 

Das Kolpingwerk erwartet, dass die Ergebnisse und Beschlüsse des „synodalen Weges“ umgesetzt werden. Beschlüsse, deren Umsetzung nur in Rom geregelt werden können, müssen gemeinsam von den Bischöfen dort vorgetragen und vertreten werden. Der „synodale Weg” ermöglicht es, auf Augenhöhe zu sprechen. Bischöfe und Laien suchen gemeinsam einen Weg. Die Erwartungen sind hoch und der Erfolgsdruck ist groß. Die Angst vor Enttäuschungen darf den Weg nicht blockieren oder sogar stoppen.

Der “synodale Weg” – so der Bundeshauptausschuss – darf sich nicht nur in “Struktur-debatten erschöpfen”. Es braucht auch eine geistliche Ausrichtung, damit auch zukünftig die katholische Kirche als eine “starke geistliche und pastorale Kraft” wahrgenommen wird. Es geht um nichts weniger als eine einladende Kirche, die den Menschen nahe ist und Räume des Vertrauens bietet, die Frohe Botschaft sinnstiftend, erfüllend und befreiend verkündet, die Lebenswirklichkeit der Menschen ernst nimmt, ihnen ein Zuhause ist und in der sie echte Gemeinschaft erleben.

Fragen der Sexualmoral, der priesterlichen Lebensform, der Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie der Machtstrukturen in der Kirche müssen geklärt und entschieden werden. Aktuelle Forschungsergebnisse aus Theologie und Wissenschaft sind zu berücksichtigen.  
Der Bundeshauptausschuss ruft alle Kolpingsfamilien dazu auf, die Themen und Fragen des „synodalen Weges“ engagiert aufzugreifen. Das Kolpingwerk wird den „synodalen Weg“ unterstützen.