Kommunalwahl am 15. März: Regensburger Kandidaten bei der KF St. Erhard

4. März 2020

Regensburger OB-Kandidatin und Kolpingschwester Dr. Astrid Freudenstein bei ihrem Vortrag im Kolpinghaus

Bei einer Abendveranstaltung der KF Regensburg-St. Erhard stellten sich einige Regensburger Stadtrats-Kandidaten für die anstehenden Kommunalwahl vor, allen voran die Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin Astrid Freudenstein.

Nach der Begrüßung durch Vorstand Andreas Gnad stellte Astrid Freudenstein einige Schwerpunkte und Anliegen aus ihrem Wahlprogramm vor. Neben kommunalen Themen spielen auch überregionale Ereignisse und Trends eine große Rolle beim Wahlverhalten, stellt sie gleich zu Beginn fest. Wahlkampf, d. h. viel Arbeit, besonders auch Straßenwahlkampf, hier wurde ein umfangreiches Wahlprogramm erarbeitet, es sind aber einfach auch warme Schuhe notwendig, so die gebürtige Niederbayerin. Besonders die großen Themen Verkehrspolitik, Mieten und Klima stehen im Mittelpunkt. Es gilt den ÖPNV, besonders den Busverkehr auszubauen, mit günstigen Preisen und einer engeren Taktung, denn nicht alle können Radfahren.  Vorrang gilt dem Fußgänger, trotzdem gilt es die Stadt erreichbar zu erhalten auch für den PKW-Verkehr, es geht nämlich auch um Pendler und Kunden für die Altstadtkaufleute, sonst besteht die Gefahr von Leerständen. Die geplante Stadtbahn ist eine Vision, der Bau würde aber 10-15 Jahre dauern und würde ca. eine halbe Milliarde Euro kosten, so Freudenstein. Insgesamt braucht die Stadt aber wegen des Klimawandels „mehr Wasser, mehr Schatten und mehr Grün“. Beim Thema Bauen und Wohnen fordert Freudenstein einen Pakt mit dem Landkreis, das Regensburger Stadtgebiet ist nämlich recht begrenzt. Auch beim Thema Wirtschaft mahnt Freudenstein um Realismus: „Sollen wir wirklich Wachstum beschränken?“ Eine Wachstumspause in Regensburg ist für sie Utopie. „Wir müssen sehen, dass das Auto nach wie vor ein Wohlstandsfaktor für die Stadt ist mit gut bezahlten Arbeitsplätzen durch BMW und die Zulieferbetriebe. Die Stadt darf sich wirtschaftlich nicht nur auf den Tourismus verlassen!“

Regensburger Stadtratskandidaten stellen sich vor im Kolpinghaus

Im Anschluss an den Vortrag von Kolpingschwester Dr. Astrid Freundenstein und lebhaften Diskussionen zu ihrem Vortrag stellten sich noch 9 weitere Stadtratskandidat-innen im Kleinen Saal des Regensburger Kolpinghauses vor.