Nittenau – 5 Jahre Kolping-Kleiderkammer

18. Februar 2019

Kolpingsfamilie Nittenau gründete vor 5 Jahren eine Kleiderkammer

Die Kolping-Kleiderkammer in Nittenau besteht seit fünf Jahren und hat sich zu einer Erfolgsstory entwickelt. Niemand rechnete damals damit. Zum Jubiläum waren nun Ehrengäste gekommen, darunter auch Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt und der stellv. Vorsitzende des Vereins „Zweites Leben“, Berthold Neppel. Beide konnten jeweils eine Spende über 2000 Euro mitnehmen.

Vor fünf Jahren schloss die Kleiderkammer der Caritas in Nittenau und schnell wurde klar, dass diese Einrichtung fehlen wird. Elisabeth Bauer schlug dann vor, dass die Kolpingsfamilie in die Bresche springen könnte. Sie sprach mit Vorstand Werner Weindler und dessen Frau Gabi. Diese wiederum fragte bei ihrer Mutter nach, ob man die Räume ihres früheren Möbelgeschäfts nutzen könne. Sie willigte sofort ein.
Die Verantwortlichen waren sich auch einig, dass die Kleiderkammer nicht nur für Bedürftige dienen sollte. Ihre Idee war es, die Kleiderkammer wie einen Second-Hand-Laden zu führen. Dass aber dann die Idee so einschlagen würde, damit hatten sie nicht gerechnet. Mittlerweile reicht ein Raum nicht mehr aus. Seit einiger Zeit wird auch ein Raum im Haus gegenüber genutzt, wo momentan die Sommer-Waren gelagert sind. Im Frühjahr wird umgeräumt, dann kommt die Winterkleidung ins Lager.
Der Raum wirkt, obwohl er ein riesiges Angebot beherbergt, nicht überladen. Dass immer alles tip top aussieht, dafür sorgen mittlerweile zwölf freiwillige Helferinnen. Waren es am Anfang nur Kolping-Mitglieder, so helfen mittlerweile auch Nicht-Mitglieder. Werner Weindler freut sich natürlich sehr über dieses Engagement der Damen.

Kleiderkammer als sozialer Treffpunkt
Die Kleiderkammer ist an zwei Tagen in der Woche, jeweils eineinhalb Stunden geöffnet, so dass es für die Helfer-innen nicht zu viel wird. Mittlerweile hat sich die Kleiderkammer zu einem Treffpunkt entwickelt. Es kommen nicht nur Kleidersucher, mittlerweile kommen auch Leute einfach mal auf einen Ratsch oder eine Tasse Kaffee vorbei.

Über 40 000 Euro Spenden verteilt
Obwohl die Preise nur zwischen einem und fünf Euro liegen, konnten inzwischen rund 40.000 Euro gesammelt und gespendet werden. Das Geld wurde hauptsächlich an Hilfsorganisationen in der Region verteilt. Vor kurzem wurde ein Defi angeschafft und in der Sparkasse Nittenau installiert. Zum Jubiläum übergab Werner Weindler 2000 Euro an Diözesanpräses Schmidt für das Ferienhaus Lambach. Ebenfalls 2000 Euro erhielt der Verein „Zweites Leben“ aus Regensburg. Der Diözesanpräses bedankte sich herzlich für die Spende und betonte, dass es schön ist, dass es die Kleiderkammer gibt.
Bertholt Neppel vom Verein Zweites Leben bedankte sich ebenfalls recht herzlich. Den Verein, so Neppel, gibt es bald 15 Jahre und er konnte schon viel erreichen. Diese Spende werde in das neueste Projekt gesteckt. Es wird ein Wohnhaus für Schädel-Hirn-Verletzte gebaut, damit diese nicht mehr in Alten- oder Pflegeheime gebracht werden müssen. Das Haus wird 14 verschieden-große Wohneinheiten erhalten, damit für jeden Patienten das passende Wohnkonzept gefunden wird.

Auch der zweite Bürgermeister war gekommen, um zu gratulieren. Er freute sich, dass dieses Angebot so gut angenommen wird. Pfarrer Adolf Schöls bedankte sich im Namen der Pfarrei.
Die Kleiderkammer in der St. Wolfgangstraße ist mittwochs und freitags von 15.30 bis 17 Uhr geöffnet. Während der Öffnungszeiten können auch Waren angeliefert werden. Ehrenamtliche Helfer werden immer gerne gesehen.
40 000 Euro wurden bisher als Spende unter anderem an die Tafel, die Unkrainehilfe, an „Spektrum“, an „Kolping-Jugendwohnen“ und an das Kloster Strahlfeld übergeben. Auch die Nittenauer Schulen bekommen Geld, um bedürftigen Schülern die Teilnahme an Ausflügen zu ermöglichen.