Regensburger Kolping-Delegation besuchte Partnerland Brasilien

26. September 2018

Vom 16. August bis zum 06. September fuhr eine 10-köpfige Delegation des Diözesanverbandes zum Besuch unser Kolpingsfreunde nach Brasilien. In ein Land voller Gegensätze (hinsichtlich der Lebensverhältnisse, der Landschaft und der Kultur). Auch wenn nur zwei Regionen besucht wurden – Rio de Janeiro und São Paulo – sowie die südliche Region Santa Catarin. Wir erlebten brasilianische Kultur und Realität. Was auf alle Fälle sehr intensiv in Erinnerung bleiben wird, das sind die vielen schönen Begegnungen mit den Menschen und das Leben und Wirken der verschiedenen Kolpingsfamilien des brasilianischen Kolpingwerks.


Die ersten sieben Tage verbrachten wir in den Großstädten São Paulo und Rio. Hier lernten wir die Arbeit und das Wirken der Büros des Nationalverbands und des Bundesstaates São Paulo näher kennen. Wir besuchten Kolpingsfamilien und deren Arbeitsweisen. Die Unterschiede zu Europa wurde schnell deutlich. Während wir eher das Vereinsleben pflegen, arbeiten die „Comunidades Kolping“ oft an wichtigen gesellschaftlichen Aufgaben wie Sozialfürsorge oder Berufsausbildung, die der Staat nicht wahrnimmt. Und das oft genug an sozialen Brennpunkten, in direkter Umgebung der Armenviertel, der sog. Favelas.


Besondere Schwerpunkte sind Kindergärten und Schulbildung, den Erwachsenen wird im Berufsleben geholfen und besonders den Frauen wird durch Weiterbildung ein Platz in der Gesellschaft gegeben. Auch die Seniorenarbeit ist wichtig.
Wir bekamen das triste Leben in den Favelas hautnah mit, mit den Not-Behausungen, dem Sicherheitsaufgebot und den vielen Problemen dort. Aber auch hier ist Kolping aktiv. Wir erlebten, wie den Kindern und besonders den Frauen ein Standbein im Leben gegeben wird. Hierbei ist auch psychologische Unterstützung ausschlaggebend. Und immer wieder hörten wir das Wort „Dankbarkeit“ gegenüber Kolping.