Wahlinformation des Diözesankomitees: Mit den Kandidaten auf Du und Du

19. Juli 2018

 

Veranstaltung des Diözesankomites zur Landtagswahl im Kolpinghaus Regensburg. Miteinander der Generationen, gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land und christliche Werte in der Politik, das waren die Schwerpunkte bei der Informationsveranstaltung des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Regensburg zur bevorstehenden Landtagswahl in Bayern am 14. Oktober 2018.

Die Kandidat-innen stellen sich bei der Wahlinfo des Diözesankomitees mit Karin Schlecht und Sepp Sander (rechts).

 

Eingeladen waren regionale Vertreter-innen von Parteien, die im Oktober zur Landtagswahl antreten werden. Jürgen Mistol MdL von den Grünen, Margit Wild MdL von der SPD, Tobias Gotthardt von den Freien Wählern, Herr Vo von der FDP und Sylvia Stierstorfer  MdL von der CSU.

 

Zu Beginn begrüßte der Direktor der Katholischen Jugendfürsorge Michael Eibl die Vertreter-innen der politischen Parteien und die Gäste, insbesondere die Mitveranstalter Karin Schlecht als Vorsitzende des Diözesankomitees und Sepp Sander vom Kolpingwerk DV Regensburg, nicht zuletzt auch Manfred Fürnrohr, den Geschäftsführer des Diözesankomitees.

 

Bereits bei den ersten Statements der Protagonisten wurden die Schwerpunktthemen und die Themen deutlich, die den Bürgern Sorgen machen, bzw. an denen sich die Bemühungen der Politiker ausrichten werden in Zukunft: Chancengleichheit zwischen Stadt und Land, Heimat bewahren, Generationengerechtigkeit, Zusammenhalt in der Gesellschaft, Sorge um die Rente, Bildung, Wohnraum, Pflege, Kinderbetreuung, Verkehr, Bewahrung der Natur oder gesellschaftliche Teilhabe.

 

Bei der Grundversorgung wurde konstatiert: Es gibt teils große Unterschiede zwischen Stadt und Land was Medizin, Schulen, Kultur, ÖPNV oder Einkaufsmöglichkeiten betrifft. Dafür seinen teilweise Wohnungen und Mieten in größeren Städten unbezahlbar geworden. Auf dem Land gibt es billigeren Wohnraum, dafür fehlen mittlerweile viele zentrale Einrichtungen wie Schulen, Ärzte, öffentlicher Nahverkehr, Einkaufsmöglichkeiten oder einfach auch ein Bäcker, ein Metzger oder ein Wirtshaus. Hier muss man versuchen einen Ausgleich zu schaffen, auch mit guten Anreizen und punktueller Förderung.

 

Die CSU steuert schon seit geraumer Zeit gegen dieses Ungleichgewicht durch die Verlagerung von öffentlichen Einrichtungen auf das Land, durch die Gründung von Fachhochschulen in der Region, so Sylvia Stierstorfer von der Regierungspartei. Aktuell soll mit der Gründung der „Bayern-Heim“ der soziale Wohnungsbau wieder verstärkt gefördert werden. Für Jürgen Mistol von den Grünen sind Wohnungsbau, Arbeitsplätze, Breitbandversorgung, Gesundheitsvorsorge oder Anreize für Ärzte wichtig. Ebenso eine Mobilitätsgarantie durch regelmäßige ÖPNV-Angebote auf dem Land. “Alle Familienformen sind gleich zu bewerten und anzuerkennen!”

Auf “Du und Du” mit Margit Wild MdL, SPD

Christliche Werte betonten alle Kandidat-innen, das beginnt beim Umgang mit dem politischen Mitbewerber bis hin zur Vorbildfunktion als Politiker. „Ich will so handeln, dass ich am Abend noch in den Spiegel schauen kann“ war die Aussage mehrerer Kandidaten. Einig war man sich, dass wir eine werteorientierte Politik brauchen. Gelobt wurde ausdrücklich der Universalismus der Weltkirche, der auch Menschen anderer Regionen in den Blick nimmt und Entwicklungspolitik betreibt, sich für die Ärmsten und Schwächsten einsetzt. Es geht darum, jederzeit die Würde jedes Menschen zu beachten und zu respektieren.

Gespräch mit dem Vertreter der Freien Wähler Tobias Gotthardt

Nach den Eingangsstatements konnten sich die ca. 60 Teilnehmer mit den Kandidat-innen jeweils an Stehtischen austauschen und persönliche Fragen stellen. Diese Möglichkeit wurde gerne und eifrig angenommen

Auf “Du und Du” – Gespräche mit Sylvia Stierstorfer,  MdL, CSU  am Stehtisch

Am Ende gabs viel Lob für die Veranstaltung, besonders auch für das Vorbereitungsteam. Und für die Vertreter der Parteien hatte Sepp Sander jeweils einen Kolping-Schnaps parat. Für die einen zur Stärkung im Wahlkampf, für die anderen vielleicht auch zur Frustbewältigung nach den Wahlen.