Weltmissionssonntag im Regensburger Dom und im Kolpinghaus

29. Oktober 2018

Äthipische Kirche zu Gast in Regensburg. Viele Initiativen und Verbände stellen ihre Aktionen Und Projekte vor – Kolpingwerk präsentiert 50 Jahre „Aktion Brasilien“ – Entwicklungsminister Gerd Müller: „Katholische Kirche ist größte Bewegung für Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt!“ Er zitierte Papst Franziskus: „Wir müssen die Gleichgültigkeit der Globalisierung überwinden!“ und er forderte: „Wir sollten innehalten und unsere Lebensweise überdenken. Unser Konsumgesellschaft kann den Planeten in den Abgrund führen. Der Erhalt der Schöpfung ist unser Auftrag als Christen. Wir brauchen ein weltweites Umsteuern!“

Dass Äthiopien zu Gast war, spürte man beim Festgottesdienst zum bundesweiten Weltmissionssonntag im Regensburger Dom: Der Chor der äthiopisch-katholischen Gemeinde begleitete den Einzug in farbenfrohen Gewändern mit Trommeln und afrikanischen Gesängen. Ein Vortragekreuz aus Äthiopien führte die feierliche Prozession an. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zelebrierte den Festgottesdienst zusammen mit Kardinal Berhaneyesus Souraphiel, weiteren Gästen aus Äthiopien und Missio-Präsident Msgr. Wolfgang Huber.

Millionen von Menschen überleben durch Hilfe der Kirchen
Dr. Gerd Müller feierte die Messe im Dom als Ehrengast mit. Beim anschließenden Festakt im Kolpinghaus betonte der Minister, dass die katholische Kirche die größte Bewegung für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt sei. Allein Missio leite über 1.000 Projekte in 50 verschiedenen Ländern. Millionen von Menschen überlebten nur durch die Arbeit der kirchlichen Hilfswerke. Der Staat allein könne diese Hilfe an den Menschen allein nicht bewegen. Jeder von uns solle sein Tun und Denken neu ausrichten, so Dr. Gerd Müller.

Kolping-Präsentation beim Weltmissionssonntag im Kolpinghaus

Und weiter: „Unser Konsum und Wirtschaften, wie wir es derzeit praktizieren, insbesondere in den Industrieländern, muss neu überdacht werden. Wir sind weltweit dazu aufgerufen, eine Umsteuerung auf ein nachhaltiges Wirtschafts- und Konsummuster einzuleiten.“ Denn die Industrieländer, so Minister Dr. Gerd Müller, haben zum Klimawandel und Klimaschock einen wesentlicheren Beitrag geleistet.